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Allgemein

Bericht zur Veranstaltung: Barrierefreie Zugänge zu Sozialleistungen in Eberswalde (15.10.2025)

By 16. Oktober 2025März 2nd, 2026No Comments

Zur ersten von fünf regionalen Veranstaltungen im Programm „Stark vor Ort“ trafen sich am 15. Oktober 2025 ca. 30 Personen in Eberswalde, um sich zum Thema „Barrierefreie Zugänge zu Sozialleistungen“ miteinander auszutauschen.

Annett Zilm vom kommunalen Programmvorhaben „Lebenspraktisches Training“ führte nach einer Begrüßung der Teilnehmenden durch Amtsleiterin Sarah Schmidt mit einem Einblick in ausgewählte Sozialdaten der Stadt Eberswalde in die Veranstaltung ein. Anschließend präsentierte Lisa Huppertz vom Kölner Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik Auszüge aus der Studie „Nichtinanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen – Motive und Hintergründe“, die im Rahmen des 7. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung der Frage nachging, warum staatliche Leistungen nicht in Anspruch genommen werden.

Als Hauptmotive für die Nichtinanspruchnahme führt die Studie die Komplexität des Antragsprozesses sowie ein geringes Anrechtsempfinden auf. Auch Stigmatisierungsängste, Amtsferne, die als Hürde empfundene Pflicht, Nachweise zu erbringen und das je individuell abgewogene Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen der Leistungsbeantragung wurden als Hinderungsgründe herausgearbeitet.

Inwiefern diese und andere Motive auch für die Nichtbeantragung sozialer Leistungen in der Stadt Eberswalde und im Landkreis Barnim relevant sind und was in diesen Fällen aktiv zur Behebung dieser Hindernisse unternommen werden kann, das war Gegenstand der folgenden Diskussion unter den Teilnehmenden. Unter ihnen waren zahlreichen Praktiker/innen der sozialen Arbeit als auch Vertreter des Arbeitsamtes, des Landkreises und des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg.

Der anschließende Input der Familienkasse Berlin-Brandenburg verdeutlichte, dass viele Leistungen selbst nominell anspruchsberechtigten Personen mitunter nicht bekannt sind (und deshalb nicht beantragt werden). Tanja Demecz von der Familienkasse nahm dabei insbesondere auf die ergänzende Leistung des „Kinderzuschlags“ Bezug.

Am Beispiel der Münsterlandkarte und mithilfe einer Einführung in diese Teilhabe-Lösung durch eine online zugeschaltete Vertreterin des Jobcenters der Stadt Münster diskutierten die Teilnehmenden schließlich das Für und Wider einer solchen personenbezogenen Leistungsabrechnung mit zentral hinterlegtem Angebot auch mit Blick auf Eberswalde.

Mit vielen inhaltlichen Anregungen und dem Wunsch nach einer weiteren Gelegenheit zur Vernetzung verabschiedeten sich die Teilnehmenden nach angeregten Gesprächen.

 

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