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Allgemein

Bericht zur Regionalen Veranstaltung im Havelland (Rathenow) mit dem LEB e.V.

By 6. November 2025März 9th, 2026No Comments

Zur dritten regionalen Veranstaltung am 5.11.2025 hatte die Programmbegleitung im Programm „Stark vor Ort“ gemeinsam mit dem LEB e.V. nach Rathenow eingeladen. Zur Veranstaltung „Kleine Schritte – große Wirkung: Wege aus der Kinderarmut im Havelland“ kamen über 60 Teilnehmende.

Nach einer Eröffnung durch Jörg Stopa, Regionalreferent für Bildung und Integration bei der RAA Potsdam, der die Tagesmoderation übernahm, führte Dr. Johannes Coughlan, Jugendhilfeplaner im Landkreis Havelland mit einigen Daten zur Kinderarmut in den Tag ein. Mit ausgewählten aktuellen Zahlen aus dem Jugendförderfachplan des Landkreises Havelland zur sozialen Lage verdeutlichte er die anhaltende Notwendigkeit, das Thema der Armutsfolgenprävention insbesondere für Kinder und Jugendliche im Westhavelland zu bearbeiten.

Anne-Kathrin Menzel, Kinder- und Jugendtherapeutin aus Premnitz, zeigte die „Auswirkungen von Kinder- und Jugendarmut auf die psychosoziale Entwicklung“ auf. Dabei wies sie auf Risikofaktoren für die Armutsgefährdung hin und ging dabei insbesondere auf einzelne Familienkonstellationen ein (Mehrkindfamilien, Alleinerziehende).

Die negativen Auswirkungen von Armut verdeutlichte sie anhand ausgewählter Beispiele auf die bio-psycho-soziale Gesundheit der betroffenen Personen. Armut stresst messbar und macht sehr viel häufiger krank. Armut mindert Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes und lässt Gewalterfahrungen in der Familie wahrscheinlicher werden.

Ein anschließender angeregter Austausch des Publikums mit der Referentin gab im folgenden Vera Firnhaber die Möglichkeit, ein Armutspräventionsprojekt der Berliner Tafel vorzustellen: Kinder-IMBiss-Aktiv, eine niedrigschwellige Möglichkeit für Kinder aller Herkünfte, den gesunden Umgang mit Essen zu lernen.

Nach einer vernetzungsintensiven Mittagspause konnten die Teilnehmenden ihre eigenen Arbeitserfahrungen in der Prävention von Armutsfolgen bei Kindern und Jugendlichen in drei Workshops einbringen, die für eine größere Beteiligung in zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen stattfanden:

Susanne Woltersdorf vom Stark vor Ort-Projekt des LEB e.V. gab Einblicke in die „Armutssensible Sprache in der sozialen Arbeit“.

Anne-Kathrin Menzel vertiefte die „Psychosozialen Aspekte in der Arbeit mit armutsbetroffenen Kindern/Jugendlichen“.

Ingmar Dette, Leiter der Programmbegleitung, lud zur Workshop-Einheit: „Wie kann eine armutspräventive Elternarbeit gelingen?“

Nach einem gemeinsamen Abschluss im Plenum stand am Nachmittag fest: Mit Blick auf etablierte und modellhafte Ansätze der Armutsfolgenprävention führen im Havelland Wege aus der Kinderarmut – gemeinsam, abgestimmt und im Wissen um erprobte Gelingensfaktoren.

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