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Allgemein

Das war unsere Halbzeit-Veranstaltung mit Prof. Dr. J. Schütte (TU (Köln)

By 5. Februar 2026No Comments

Die Koordinierungsstelle im ESF+ Fördervorhaben „Stark vor Ort: soziale Integration von armutsbedrohten Kindern und ihren Familien“ lud am 15.01.2026 zur Halbzeit-Veranstaltung des Programms nach Potsdam. Neben den teilnehmenden Projekten und dem programmführenden Ministerium für Gesundheit und Soziales konnten wir auch Vertreter:innen der Staatskanzlei und des Landtages auf unserer Veranstaltung begrüßen.

Durch die Veranstaltung geführt von der Moderatorin Elisabeth Pohlgeers, wurden die über 100 Teilnehmenden von Rainer Liesegang, Abteilungsleiter im Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg und von Jenny Behnke-Oetjeng begrüßt, die in ihrer Funktion als Trägerin der Koordinierungsstelle alle Anwesenden auch im Namen der Stiftung SPI willkommen hieß.

Nach einer kurzen Einleitung führte Prof. Dr. Johannes Schütte von der TU Köln mit seinem Vortrag zum Thema „Armutssensibles Handeln in der Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen“ in die Veranstaltung ein.

 

In seinem Vortrag legte Prof. Dr. Johannes Schütte einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die soziale Dynamik von Verarmungsprozessen.  In einem zweiten Schritt argumentierte er für die fachliche Notwendigkeit, der sozialen Ausgrenzung, die mit „Armut“ einhergeht, mit einer armutsbewussten, selbstreflexiven Haltung zu begegnen. Sein abschließendes Fazit lautete: „Armutssensible Praxis allein wird nicht helfen, [aber] ohne diese sind auch Bemühungen der Umverteilung nicht nachhaltig wirksam.“

In einem anschließenden Grußwort schlug Jerop Seurei, die Vertreterin der LIGA Brandenburg, den Bogen von einer allgemeineren Betrachtung zur inhaltlichen Diskussion des Themas in Brandenburg. Sie betonte, dass Kinderarmut immer auch Familienarmut ist. Maßnahmen zur Prävention von Armutsfolgen müssen daher immer die gesamte Familie in den Blick nehmen und strukturelle Unterstützung bieten.

Sie erinnerte daran, dass Teilhabe möglich zu machen vor allem bedeutet, auf echte Chancengleichheit hinzuwirken. Um Kindern und Jugendlichen aus einkommensarmen Familien eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, brauche es niedrigschwellige, kostenfreie und verlässlich finanzierte Angebote in allen Lebensbereichen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für die am stärksten gefährdeten Zielgruppe der Alleinerziehenden, wurde als wichtiges soziales Ziel angemahnt.

Darüber hinaus hob sie die Notwendigkeit der Verstetigung von Projekten hervor. Nur durch verlässliche Rahmenbedingungen könne eine kontinuierliche Unterstützung von Kindern und Familien gewährleistet werden.

Zur Vernetzung und zum Austausch fanden sich die Teilnehmenden in der Mittagspause und an den sich anschließenden Themeninseln zu den folgenden Themen/Lebenslagen ein:

Ein herzlicher Dank geht nochmals an alle Thementisch-Verantwortlichen!

Der moderierte Praxistalk am Nachmittag lud die Anwesenden zu einem Einblick in der Arbeit einiger teilnehmender Projekte ein.

Die Koordinierungsstelle des Landesprogrammes „Stark vor Ort“ dankt allen Teilnehmenden für ihr Kommen und steht weiterhin allen Projekten für eine gelingende Umsetzung ihrer Vorhaben zur Seite!

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