Gemeinsam mit der Programmbegleitung im ESF+ Programm „Stark vor Ort“ lud der Landkreis Oder-Spree am 7. November zum 1. Präventionsnetzwerk Kinderarmut nach Fürstenwalde, um kommunale Strategien zur Armutsprävention zu erarbeiten. Mehr als 60 Teilnehmende aus der Praxis der Sozialen Arbeit, von Freien Trägern, aus der Stadt Fürstenwalde, vom Jobcenter und dem Arbeitsamt, sowie aus der Verwaltung des Landkreises trafen sich zu einem informativen und anregenden Austausch.
Katja Kaiser, Dezernentin für Jugend, Soziales und Kultur im Landkreis eröffnete die regionale Vernetzungs-Veranstaltung im ESF+Förderprogramm „Stark vor Ort“. Maxie Wollschläger, Leiterin Sozialplanung und Controlling des Landkreises, skizzierte anhand ausgewählter Daten das thematische Feld der Armutsfolgenprävention. Sie präsentierte auch Ergebnisse einer Jugendumfrage, die an ausgewählten weiterführenden Schulen im Landkreis zum Thema „Armut“ durchgeführt worden war.


Dr. Heike Schaarschmidt vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung IKPE aus Erfurt gab im folgenden einen externen Anstoß zur Diskussion mit ihrem Fachbeitrag „Präventionsketten – ein Weg zur Armutsfolgenbekämpfung„, in dem sie die fachliche Diskussion aus Thüringer Sicht präsentierte.
Nach einer stärkenden Pause wurden in Workshops drei thematische Akzente gesetzt: Zum Thema „Partizipation – Wie können Betroffene aktiv in die Gestaltung und Umsetzung von Angeboten zur Armutsprävention eingebunden werden?“ diskutierten Teilnehmende verschiedene Wege, um Armutsbetroffene mithilfe vorhandener Netzwerke in die Diskussion einzubinden.

Andre Neupert, Referent „Kinderarmutsprävention“ beim DKHW Berlin, fragte mit Teilnehmenden seines Workshops nach den „Ursachen – Welche sozialen, wirtschaftlichen und strukturellen Ursachen/Bedingungen begünstigen Armut im LOS und wie können diese abgebaut werden?“

Im dritten Workshop ging Dr. Ingmar Dette, Leiter der Programmbegleitung von der Stiftung SPI zusammen mit den Teilnehmenden auf die Suche nach „Ressourcen – Wie können Präventionsangebote trotz begrenzter finanzieller Ressourcen wirksam gestaltet und umgesetzt werden?“

Mit zahlreichen neuen Anregungen und mit der Aussicht auf eine Fortführung der begonnenen Vernetzung zum Thema „Armutsfolgenprävention“ zogen die Veranstaltenden und die Teilnehmenden eine positive Bilanz des 1. Präventionsnetzwerkes in LOS!


